Futter und Snacks für Chihuahua

Futter für Hunde existiert in etlichen Variationen und wird von unzähligen Herstellern angeboten. Es gibt Trocken- und Nassfutter – auch die Möglichkeit der Rohfütterung (Barf) besteht. Wie soll man sich da entscheiden und was ist wirklich ein gutes und gesundes Futter? So pauschal lässt sich das leider nicht sagen, doch es gibt ein paar Dinge, nach denen man sich richten kann.

Als ersten Tipp möchte ich sagen: Gutes Futter muss nicht teuer sein! Umgekehrt muss teures Futter nicht gut sein. Der Preis des Hundefutters steht nicht immer auch für die Qualität. Hier sind Sie gefragt, die Verpackung einmal umzudrehen und einen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen.

Trockenfutter oder Nassfutter?

Die gröbste Unterscheidung von Futter ist die in Nass- und Trockennahrung. Trockenfutter ist meist günstiger, und Trockenfztter_Select_Goldenthält weniger Fettanteil, dafür aber mehr Konservierungsstoffe. Nassfutter enthält zu einem hohen Anteil Wasser. Bei Trockenfutter muss die benötigte Flüssigkeit zusätzlich aufgenommen werden, daher ist die tägliche Futtermenge bei Trockenfutter geringer, was es zusätzlich günstiger macht. Unterwegs ist ebenfalls praktischer zu handhaben und auch zuhause muss man bei Trockennahrung nicht nach jeder Fütterung den Napf spülen. Nassfutter wird dagegen schneller und leichter verdaut, da es schon eingeweicht ist. Auch kommt es bei vielen Hunden besser an aufgrund der Geruchs und Geschmacks.

Zum Glück muss man sich nicht wirklich zwischen Trocken- und Nassfutter unterscheiden. Eine Mischfütterung sorgt für eine angenehme Abwechslung und führt dazu, dass Sie die Vorteile der jeweiligen Futterart für Ihren Bedarf nutzen können. Nicht ratsam ist jedoch Nass- und Trockenfutter in einer Mahlzeit zu vermischen, denn dies kann zu Verdauungsproblemen führen, da die Futterarten unterschiedlich verdaut werden. Füttern Sie also beispielsweise morgens Nassfutter, nachmittags beim Gassigehen Trockenfutter (kann als Belohnungsleckerli oder für Suchspiele verwendet werden) und abends vielleicht noch eine kleine Portion Nassfutter.

Inhaltsstoffe

Die wichtigste Proteinquelle im Hundefutter ist Fleisch (oder bei Trockenfutter Fleischmehl). Achten Sie also auf einen hohen Fleischanteil. Getreidesorten wie Reis oder Hirse sind ebenfalls häufig enthalten. Weizen z.B. kann jedoch stark allergieauslösend sein, daher ist hier Vorsicht geboten. Getreide sollte nur in geringen Mengen vorkommen. Bedenken Sie, dass der Hund ein Fleischfresser ist. Alle anderen Dinge dienen lediglich dazu, den Mageninhalt eines Beutetieres zu immitieren, der in der freien Wildbahn mitverzehrt würde, aber eben nur einen kleinen Teil der Ernährung ausmachen würde. Besteht also ein Futter nur zu 7% aus Fleisch und zu 60% aus Getreide besteht, kann es also kein Gutes Futter sein.
Zucker hat im Hundefutter nichts zu suchen! Er ist ein Lockstoff für Hunde, schmeckt ihnen zwar sehr gut, aber zerstört die Zähne und führt zu Übergewicht.
Obst und Gemüse ist im Hundefutter sehr zu begrüßen. Häufig werden Äpfel, Möhren, Kartoffeln und Tomaten im Futter verarbeitet.
Durch die Verarbeitung und Konservierung des Futters gehen Vitamine und Mineralstoffe verloren. Diese werden dem Fertigfutter anschließend wieder zugeführt. Häufig sind sie auch zu dosiert, besonders, da Vitamine auch zur Haltbarkeit des Futters beitragen. Wichtig ist, darauf zu achten, dass das Verhältnis von Kalcium zu Phosphor etwa bei 1,3:2 liegt.
Ebenfalls sind die aus Aminosäuren bestehenden Eiweiße (Proteine) wichtig. Tiereisches Eiweiß kann der Hund besser aufschlüsseln als pflanzliches. Säugende Hündinnen und Welpen brauchen mehr Eiweiß als gesunde Hunde ohne besondere Lebensumstände.
Rohasche bezeichnet die Menge an Mineralstoffen und Sand, die übrig bleiben würden, wenn alle organischen Bestandteile des Futters durch langes und intensives Erhitzen verbrennen würden. Liegt der Anteil an Rohasche über 4%, weist das auf minderwertige Inhaltsstoffe hin, daher sollte der Anteil möglichst gering sein.
Rohphaser meint die unverdaulichen Pflanzenanteile im Hundefutter, also die Ballaststoffe. Hunde brauchen nur wenig davon, daher sollte der Anteil im Futter unter 4% liegen.

Futtermenge

Auch in Bezug auf die Futtermenge kann man keine pauschale Aussage treffen. Sie können sich an den Angaben auf dem Hundefutteretikett orientieren, jedoch sind die Angaben meist zu hoch. Je höher die angegebene Futtermenge, desto minderwertiger das Futter. Der Hund muss mehr fressen, wenn im Futter weniger enthalten ist, das er bei der Verdauung bewerten kann. Gut richten kann man sich nach dem äußeren Erscheinungsbild des Hundes. Wird er zu dick, füttern Sie weniger, dabei sollten Sie jedoch auch Ihren Gebrauch von Leckerchen miteinbeziehen, denn es nützt ja nichts, die Futtermenge zu reduzieren, dafür umso mehr Hundekekse zu geben, damit ihr Liebling nicht traurig ist. Die Rippen des Hundes sollten beim darüberstreichen leicht fühlbar sein.

Leckerlie und Snacks

Leckerlie und Belohnungshappen sollten in Maßen eingesetzt werden. Auch hier ist auf einen hohen Fleischanteil zuKausnack achten und einen geringen Fettanteil. Hundekese oder andere kleine Belohnungshappen sind wirklich zum “Belohnen” da und haben nichts im Futternapf zu suchen! Als Knabberspaß eignen sich Parmaschinkenknochen, Ochsenziemer, Hühnerhälse und Co. Auch Chihuahuas lieben solche Schweinereien und können sich stundenlang damit beschäftigen! Auf gar keinen fall sollten Sie gekochte Knochen (z.B. Reste Ihrer eigenen Hähnchenmahlzeit) an den Hund verfüttern. Durch das Erhitzen splittern die Knochen und werden zu tödlichen Spitzen im Magen des Hundes!

Füttern vom eigenen Teller?

Damit ist nicht gemeint, dass Sie Ihrem Liebling, während Sie selbst essen, kleine Happen unter den Tisch reichen. Das führt nur zu unerwünschtem Betteln während des Essens und ist besonders unangenehm, wenn Sie Besuch haben.
Dennoch gibt es wohl genug Hundebesitzer, die Ihrem Hund ab und an auch mal ein Häppchen vom “Menschenessen” in den Napf tun. Das ist auch völlig in Ordnung, jedoch gibt es auch Nahrungsmittel, die für Hunde giftig sein können. Dies sind beispielsweise Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen…), die zu Blähungen und Verdauungsproblemen führen können. Zuckerhaltige Lebensmittel sind schlecht für die Zähne und die Verdauung des Hundes. Schokolade enthält neben Zucker den Wirkstoff Theobromin, der für Hunde giftig ist. Gewürzte Speisen sollten Sie ebenfalls nicht an Ihren Hund verfüttern, da dies zu Durchfall führen kann. Salz ist aufgrund der Wassereinlagerung besonders für herzkranke Hunde problematisch. Milch ist ebenfalls unverträglich, laktosefreie Milch oder Milchprodukte wie Hüttenkäse oder Quark liefern besonders säugenden Hündinnen wertvolles Kalzium und sind in kleinen Gaben unter das Futter gemischt unbedenklich. Katzenfutter ist ebenfalls nicht für Hunde geeignet. Katzen sind kleine Feinschmecker, ihre Nahrung ist stärker gewürzt und enthält eine für Hunde ungeeignete Nähstoffkombination – wenn also Katzen im Haushalt leben, positionieren Sie das Katzenfutter so, dass Ihr Hund nicht drankommt. Rohes Schweinefleisch ist für Hunde ebenfalls tabu, es kann generell gefährliche Viren enthalten.