Hundesteuer

Hundesteuer allgemeine Infos

Die Hundesteuer ist eine Gemeindesteuer, die von den Kommunen selbst bestimmt wird, daher variiert der Steuersatz entsprechend stark. Der Hundesteuer steht keine konkrete Leistung gegenüber, wie beispielsweise das Reinigen der Straßen von Hundekot, sie dient schlicht und ergreifend als allgemeine Einnahmequelle der Stadt. Neben dem Huntergrund der Einnahmequelle dient die Hundesteuer als Regulierung der Hundeanzahl innerhalb der Gemeinden. Nur sehr wenige Gemeinden erheben in Deutschland keine Hundesteuer.

Wer muss Hundesteuer zahlen?

Prinzipiell muss jeder Hundebesitzer pro Hund die ungeliebte Steuer zahlen, egal um welche Rasse es sich handelt. Wer seinen Hund für gewerbliche Zwecke hält (Polizeihunde, Hütehunde, Zuchthunde) muss keine Hundesteuer entrichten. Daneben bestehen in der Regel Steuervergünstigungen oder -berfreiungen für Blindenhunde, Begleithunde und Hunde aus Tierheimen. Zudem bekommen Menschen, die finanziell durch das Amt unterstützt werden meist ebenfalls eine Befreiung (je nach Fall).

Welpen müssen in der Regel in einem Alter von 3 Monaten angemeldet werden. Bei normaler Übernahme eines Hundes hat man bis zu zwei Wochen Zeit, den Hund anzumelden. Das Nicht-Anmelden eines Hundes gilt als Ornungswiedrigkeit und kann mit einer Geldstrafe geahndet werden. Definitiv wird die Stadt aber eine Nachzahlung verlangen. In diesem Fall zu sagen, der Hund sei frisch eingezogen, kann man zwar versuchen, doch es können ja auch die Nachbarn befargt werden, dann kommen zur Steuerhinterziehung auch noch Falschaussage, was eher nicht ratsam ist.
Wird die Hundesteuer nach Feststellung der Steuerpflicht noch immer nicht bezahlt, kann es so weit gehen, dass der Hund von der Stadt eingezogen wird und ins Tierheim gesteckt wird, bis die Steuer entrichtet wurde.

Kosten Hundesteuer

Hundesteuer wird pro Jahr gerechnet, kann aber auch quartalsweise entrichtet werden. Die Höhe der Steuer variiert von Stadt zu Stadt sehr stark. Zudem wird in der Regel ab dem zweiten Hund pro Hund mehr berechnet. In Duisburg zahlt man beispielsweise 132€ für einen Hund, 168€ pro Hund ab dem 2. Hund und 192€ pro Hund ab dem 3. Hund. Anders als üblich gilt hier also kein “Mengenrabatt”. Warum?, fragt man sich – Hintergrund ist die berreits erwähnte Einnahmequelle, die zur Deckung der allgmeinen Kosten einer Kommune beiträgt, sowie die Begrenzung der Hundezahl innerhalb der Gemeinde.
Im Schnitt liegt die Hundesteuer für die Haltung eines Hundes zwischen 90 und 130€ pro Jahr. Die höchste Steuer wird derzeit in Mühlheim erhoben (160€/Jahr), Essen, Köln und Oberhausen liegen dicht dahinter (156€).

Wer einen Kampfhund besitzt darf deutlich tiefer in die Tasche greifen. In vielen Städten wird für Listenhunde eine erhöhte Steuer verlang. Essen ist Spietzenreiter mit 852€. Mehrere Kampfhunde werden zum Luxusgut: In Mönchengladbach werden bei drei Hunden z.B. 1152€ pro Hund fällig.

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