Vorbereitung/ Chihuahua Welpenausstattung

Sie haben sich also für einen Chihuahua Welpen entschieden und können es kaum noch abwarten, bis er endlich zu Ihnen ziehen kann? Umso besser, wenn Sie Ihren Welpen nicht gleich mitnehmen konnten, jetzt können Sie sich wenigstens noch entsprechend auf die Ankunft des Kleinen vorbereiten.

Wohnung hundesicher machen

Hat man noch keinen Chihuahua, kann man sich gar nicht vorstellen, was für Dinge gerade dem kleinen Hund in der Wohnung gefährlich werden können. Durch seine kleine Größe kann der Chi-Welpe sich in Ecken quetschen, die man beim Saubermachen evtl. schon mal vernachlässigt. Doch der Welpe ist neugierig und wird unter die Couch und hinter Schränke gehen – also schauen Sie nach, was für Reliquien sich dort so verstecken. Ein liegengebliebener Dübel vom letzen Umzug oder eine geöffnete Sicherheitsnadel können für Ihren Welpen tödlich sein. Ein Welpe kaut alle Kleinteile an, die ihm in die Pfoten fallen und würgt auch Dinge hinunter, die eigentlich nicht schmecken und dann im Rachen feststecken oder innere Organe beschädigen.

Auch aus Fußleisten rausstehende Nägel können dem Welpen gefährlich werden. Oder auch Pflanzen, die auf dem Boden stehen, die der Kleine ankauen könnte. Oder ein heruntergefallenes Stück Schokolade oder eine Nuss von Weihnachten (beides verträgt der Hundemagen gar nicht). Kurz: Betrachten Sie Ihre Wohnung ganz genau in dem Bereich von etwa 20cm über dem Boden!
Zusätzlich sollten Treppen für den Welpen unzugänglich gemacht werden. Der Chihuahua Welpe soll zum einen noch keine Treppen laufen, da die Knochen und Gelenke noch nicht gefestigt sind, zum anderen kommt ein Welpe, der gerade mal so hoch ist wie eine Treppenstufe vielleicht herauf, doch runter wird er vermutlich auf der Nase landen.


Welpenausstattung

Welpenausstattung

Was braucht man überhaupt alles für so einen kleinen Welpen – das kann doch nicht so viel sein? Was Sie wirklich brauchen ist in der Tat nicht so viel, aber neben diesem notwendigen Zubehör gibt es so unglaublich viele Dinge für den Hund zu kaufen. Hier ein kleiner Überblick der Welpenausstattung, die Sie besorgen sollten und Infos, wie Sie damit umgehen:

Futternäpfe – Futterplatz und Welpenfütterung

Ob ein Luxusnapf mit Goldrand oder ein Hundenapf aus Metall oder Plastik für ein paar Euro – in diesem Fall völlig egal. Die richtige Größe sollte der Napf haben und rutschfest sein, da der Hund seinen Futternapf sonst durch die gesamte Wohnung schiebt beim Fressen. Es gibt Napfkombinationen, in die Sie entweder Futter und Wasser oder Trocken und Nafffutter füllen können und einzelne Näpfe. (Wasser nie vergessen!)

Der Futterplatz ist viel entscheidender als der Futternapf. Überlegen Sie sich im Vorhinein einen festen Platz für das Futter Ihres Welpen. Es sollte ein Ort sein, an dem der Hund von nichts und niemandem gestört wird und entspannt fressen kann, z.B. in der Küche.
Wenn Ihr Welpe anfangs nicht so gut frisst oder gar nicht fressen möchte, lassen Sie es bleiben ihn mit der Hand zu füttern, das wird man schwer wieder los. Einen mäkeligen Esser erzieht man sich selbst bzw. einen, der nur Leckerchen oder Ihr Steak fressen möchte. Wenn es funktioniert das Hundefutter zu verweigern, um dann etwas besseres zu bekommen, wird Ihr Hund das ein Leben lang tun. Nein, dann frisst der Kleine eben jetzt nichts, Sie stellen das Futter wieder weg und versuchen es in einer Stunde noch einmal. Es ist eine Umstellung für Ihren Welpen nun alleine zu fressen. Es gibt keine Konkurrenz mehr, da die Geschwister weg sind, also keinen Grund sofort zu essen – das Futter wird langweilig. Aber es muss auch keine Attracktion sein und Sie müssen nicht 100 Sorten Hundefutter durchprobieren, glauben Sie mir. Wenn der Hunger wirklich da ist, wird auch gefressen, Sie müssen nur konsequent sein.


Halsband oder Geschirr?

Da Sie ab dem ersten Tag, den der Welpe bei Ihnen verbringt mit dem Kleinen Gassi gehen sollten anstatt nur in den Garten, brauchen Sie natürlich entsprechende Ausstattung.
Beginnen wir mit dem, was der Hund anzieht: Halsband oder Geschirr? Da scheiden sich die Geister. Zwar können Sie in diesem Punkt durchaus danach entscheiden, was Sie schöner finden, doch bei einem Welpen ist definitiv erstmal zu einem Geschirr zu raten. Ein Welpe läuft noch nicht perfekt geradeaus, das heißt immer, wenn er in eine Richtung losstürmt und durch die Leine apprubt gestoppt wird, wird Ihr Welpe vom Halsband gewürgt. Ein Geschirr verlagert den Druck auf ein breiteres Gebiet auf dem Brustkorb. Teilweise kann Druck auf die Luftröhre durch ein Halsband beim Chihuahua das sogenannte Rückwärtnießen auslösen (wirkt wie ein Erstickungsanfall), auch deshalb ist eher ein Geschirr zu empfehlen. Sofern Ihr Chihuahua gut an der Leine läuft und nicht zieht, können Sie natürlich wie gesagt nach der Optik entscheiden – aber safety first!


Hundeleine – Flexi oder feste Leine?

Die Sicherheit sollte auch das erste Argument bei der Auswahl der Leine sein. Beide Leinenarten haben vor und Nachteile.
Die Flexileine ist eine Rolleine, die sich je nach Größe bis zu 8 Meter ausrollen lässt und automatisch wieder einrollt. Sie bietet dem Hund den Komfort sich freier zu bewegen und Herrchen/Frauchen den, nicht in jeden Busch mitzukriechen, in dem Hund sein Geschäft verrichten möchte. Man muss nicht immer stehen bleiben, wenn der Hund stehen bleibt, denn die Leine rollt sich ja beim Weitergehen aus und wieder ein, wenn Ihr Hund Sie wieder einholt. Flexileinen gibt es in vielen Farben, Formen und Längen. Sie sind schon sehr angenehm in der Verwendung, bergen jedoch auch einige schlimme Gefahren:
Sofern es denn überhaupt eine Flexileine werden soll, kann nur die Flexi Compact empfohlen werden. Diese hat vorne im eigentlichen Leinenbereich ein breiteres Band. Diese dünnen Schnüre, die es auch unter den Flexileinen gibt, sind unheimlich gefährlich, besonders für andere Hunde, wenn sich diese beim Beschnuppern um den Hals wickeln – so schnell kann man kaum reagieren! Die dünnen Flexileinen werden auch kaum von Fahrradfahrern und Fußgängern gesehen. Beide genannten Punkte gelten jedoch auch für die Compact-Variante. Sie besitzt zwar ein breiteres Band, doch auch dieses kann sich einem Hund um den Hals wickeln, lässt sich bloß besser greifen und ist besser zu sehen. Zu lang sollte die Leine auch nicht sein und man muss bei der Flexi wirklich unheimlich aufpassen: z.B. Hund läuft 5m vor Ihnen über eine Einfahrt und Sie sehen gar nicht, dass dort ein Auto rausfährt. Oder ein anderes Szenario: Sie stehen mit der Nachbarin an der Straße und unterhalten sich und merken nicht, wie Ihr Hund klammheimlich über die Straße läuft, da die Leine sich unbemerkt ausrollen lässt. Also, sofern Sie nicht auf den Komfort einer Flexileine verzichten möchten: immer schön vorsichtig und bei Gefahrenstellen kurz halten!

Feste Leinen bieten zwar weniger Komfort, dafür aber umso mehr Sicherheit, da Ihr Hund sich zwangsläufig immer auf Ihrer Höhe und somit unter Ihrer Kontrolle befindet. Kontrolle ist ein wichtiger Punkt, denn während bei einer Flexileine aufgrund des großen Freiraums eher der Hund mit Ihnen sparzieren geht anstatt Sie mit dem Hund, geben Sie bei einer festen Leine den Ton an. Besonders für einen Welpen und für Erziehungszwecke und unter dem Aspekt der Sicherheit ist daher unbedingt eine feste Leine zu empfehlen.


Hundekörbchen – Rückzugsort

Mit dem Hundekörbchen sollte Ihr Chihuahua einen Rückzugsort bekommen, den nur er allein nutzt. Das Körbchen soll sein fester Platz werden, an dem der Hund sich aufhalten soll, wenn Sie sich nicht um ihn kümmern können. Dennoch sollte das Körbchen in der Anfangszeit immer in Ihrer Nähe stehen. Toll ist, wenn Sie Ihr neues Hundekörbchen dem Züchter vorbeibringen können, damit Ihr Welpe bereits einen Bezug dazu bekommt.

Hundekörbchen Der Duft der Hundemama und Welpengeschwister an seinem neuen Schlaftplatz wird ihm die erste Zeit der Eingewöhnung bei Ihnen zusätzlich erleichtern. Auch später können Sie das Hundekörbchen mitnehmen, wenn Sie Freunde besuchen gehen – auch hier wird Ihr Welpe sich leichter wohlfühlen, wenn sein Rückzugsort mit dabei ist.
Trotz allem gibt es aber auch Fälle, in denen man dem Hund das schönste Körbchen kauft, dieser aber lieber direkt daneben auf dem Teppich liegt oder gar die Fußmatte im Flur bevorzugt. Dennoch sollten Sie dem Hund einen festen Platz schmackhaft machen, sei es ein richtiges Hundebett oder bloß eine Decke.


Hundespielzeug

Welpenspielzeug

Welpenspielzeug von Zooplus 4,99€

Es gibt unglaublich viel Hundespielzeug zu kaufen, leider liegt der Fokus in der Regel auf großen Hunden, sodass das erhältliche Spielzeug für einen Chihuahua oft viel zu groß und unhandlich ist. Eine Ausweichmöglichkeit bietet Katzenspielzeug, achten Sie hier aber darauf, dass sich keine Kleinteile daran befinden, die Ihr Welpe verschlucken könnte. Auch super sind Kuscheltiere für Menschenbabys oder Babyspielzeug. Diese Kuscheltiere haben die richtige Größe, rasseln evtl. sogar und sind i.d.R. auf Sicherheit geprüft. Besonders günstige Tierchen findet man im Discounter z.B. bei “Kik”.
Klar will man seinem Welpen etwas bieten und kauft extrem süßes und hübsches Spielzeug, an dem man sich auch selbst erfreuen kann. Oft ist trotzdem das einfachste Spielzeug das schönste. Z.B. geht nichts über eine geknotete Socke, ein geknotetes Geschirrtuch oder kleine Papierbällchen, hinter denen der Welpe herflitzen kann.
Auch toll ist Spielzeug, in dem Leckerchen versteckt sind und mit Geschick herauszuholen sind.
Egal welche Art Spielzeug Sie verwenden, achten Sie darauf, dass nichts verschluckt werden kann, das nicht zum verschlucken gedacht ist.


Welpengehege

Gerne wird auch ein Welpengehe verwendet. Dies ist besonders zu empfehlen, wenn Ihre Wohnung nicht 100% sicher ist und Sie den Welpen hineinsetzen möchten, wenn Sie kurz in den Keller möchten um Wäsche aufzuhängen oder ähnliches.
Natürlich muss der Welpe daran gewöhnt werden in einem Gehege zu sitzen. Anfangs wird der Kleine das blöd finden und quieken. Lassen Sie ihn anfangs nur kurz darin un bleiben auch bei ihm. Immer wieder die Zeit verlängern bis hin zu ein paar Minuten und bloß nicht auf Quieken reagieren. Ihr Welpe wird schnell lernen, dass nichts besonderes passiert, wenn er in sein Gehege gesetzt wird, und sich schlafen legen. Dies ist der erste Schritt der Erziehung zum alleine bleiben ohne ständiges Bellen.
Auch für nachts ist ein Welpengehege praktisch, denn so sind seine unbemerkten nächtlichen Pfützen auf einen kleinen Bereich begrenzt und nicht in der ganzen Wohnung verteilt. Mit der Zeit wird der Welpe nicht mehr in sein Gehege machen wollen, d.h. er macht sich bemerkbar, sobald er muss, und Sie können den Welpen schnell draußen zu seinem Löseplatz bringen, anstatt dass er zum Urinieren in den Flur geht, sobald er wach ist. Stubenreinheit ist natürlich auch auf anderen Wegen erreichbar.
Pflicht ist ein solches Welpengehege nicht und zählt genaugenommen nicht mal zu den Dingen, die man wirklich braucht, doch ich denke, es ist gut zu wissen, dass es diese Möglichkeit gibt.