Chihuahua Welpen: Züchter finden, Welpen aussuchen & kaufen

Themen: Welpen und Züchter finden ** Züchter vor Ort besuchen ** Chihuahua Preis ** Rüde oder Hündin?

Chihuahua Welpen sind auf verschiedene Wege zu finden, süß sind sie alle und man ist geneigt, den ersten Welpen, den man zu sehen bekommt auch gleich mitzunehmen. Damit Sie aber keinen kranken, von Parasiten zerfressenen Hund oder ein psychisches Wrack kaufen, sollten Sie den Züchter besonders sorgfältig aussuchen.

Chihuahua Welpen und Chihuahua Züchter finden

Die heutzutage gängigste Methode Chihuahua Welpen zu suchen ist natürlich das Internet. Die wichtigsten Seiten online sind:

Natürlich sind auch noch immer Anzeigen in der Zeitung Standard.

Egal auf welche Weise Sie einen Welpen suchen, seien Sie vorsichtig mit unseriösen Anzeigen. Diese sind keinesfalls immer auf den ersten Blick erkennbar. Teilweise ist tatsächlich der Anzeigentext von Rechtschreibfehlern übersäht (deutet auf Welpenverkauf aus dem Ausland) oder es gibt nahezu gar keinen Text in lieblosen Internetanzeigen – diese Art von Inseraten lässt sich natürlich leicht aussortieren.
Aber auch hinter schick gestalteten Anzeigen kann sich ein Welpe aus unseriösen Qualzuchten verbergen.
Befragen Sie den Züchter schon am Telefon nach den Elterntieren, den Umständen der Zucht und dem frühesten Abgabealter (unter 8 Wochen ist unseriös!). Der Züchter sollte Ihnen sympathisch sein, Sie nehmen schließlich ein Baby von ihm zu sich und kaufen keinen Staubsauger.

Chihuahua Welpen

Chihuahua Welpen mit Ihren Eltern - Welpen sollten noch beim Züchter an "die Außenwelt" gewöhnt werden

Besuchen Sie den Züchter definitiv zuhause bevor Sie eine Zusage machen, denn häufig sind im Internet beworbene Hunde gar nicht aus Deutschland, sondern aus ausländischen Massenzuchten unter schlechten Bedingungen. Wenn Sie beim Züchter sind, werden Sie merken, ob der Hund auch dort aufgewachsen ist.
Ein seriöser Züchter wird etwas über Sie erfahren wollen, ist ihm egal wo der Welpe hinkommt, ist ihm vermutlich auch vorher schon so einiges egal gewesen bei der Aufzucht der Welpen. Ist dem Züchter der Welpe wichtig, wird er Ihnen auch bei späteren Fragen oder Problemen mit dem Kleinen zur Seite stehen.


Chihuahua Züchterauswahl vor Ort

Züchter erlauben Interessenten den ersten Besuch i.d.R. erst ab der fünften oder sechsten Lebenswoche. Die Kleinen sind gesundheitlich sehr gefährdet, wird zum Beispiel eine Grippe eingeschleppt, kann das den Tod bedeuten. Auch sollte man zuviel Unruhe vermeiden. Das gilt übrigens auch, wenn der Welpe schon bei Ihnen ist. Getätschel und rumgereiche von Besucherscharen sollte vermieden werden. Da Chihuahua Welpen so niedlich sind, glaubt auch jeder auf der Straße, er könnte ihn einfach anfassen. Auch Anstürme von Kindern, die kreischend auf den Welpen zurennen habe ich häufig erlebt. Und natürlich wollen alle mal anfassen. Als Besitzer muss man merken, wenn der Hund etwas nicht möchte und ihn schützen.


Achten Sie darauf, wie der Kleine sich beim Züchter bewegt. Auch in diesem Alter sollte der Welpe sich nicht unter der Couch verkriechen, sobald sie da sind, sondern fröhlich auf Sie zugehen. Er sollte gut genährt sein, aber keinen aufgeblähten Bauch haben (kann auf Würmer oder falsche Fütterung hindeuten). Die Kleinen sollten die Welpenstube nicht vor der achten Woche verlassen – eher in Richtung 12 Wochen (je nach Entwicklung), auch wenn sich in dieser Frage die Geister scheiden. Sie werden erst in der achten Woche geimpft und sollten auch dann lieber noch mindestens eine Woche beim Züchter bleiben. Oft werden Welpen viel zu früh abgegeben, gerade bei nicht so guten Züchtern. Klar, die Kleinen sind nun sehr aktiv und wollen beschäftigt werden, das bedeutet natürlich Arbeit für den Züchter. Doch die Sozialisierung innerhalb des Rudels ist von ungemeiner Wichtigkeit. Auch ist der Welpe psychisch anders Entwickelt als große Hunderassen und verkraften den frühen Umzug nicht so gut. Zu lange sollten die Welpen jedoch auch nicht beim Züchter bleiben, sonst ist die Gewöhnung zu groß und der Umzug fällt zu schwer.

Was der Welpe an Papieren mitbekommt ist unterschiedlich. In jedem Fall muss der Kleine einen Impfpass haben, um die ersten Impfungen zu dokumentieren. Hunde von Züchtern, die in Zuchtverbänden züchten, haben auch noch Zuchtpapiere und eine Ahnentafel. Diese sagen jedoch leider nicht unbedingt etwas über die Qualität der Zucht aus. Wer einfach einen gesunden und treuen Gefährten sucht, dem wird es egal sein, dass ein Zuchtvernband beurteilen würde, dass die Rute seines Hundes nicht in dem anerkannten Winkel steht oder die Ohren zu groß/klein sind.
Wer aber vorhat professionell zu züchten und mit den Welpen Preise über 1000€ zu erziehlen, der braucht diese Zuchtpapiere schon. Genauso wenn man auf Ausstellungen gehen möchte.


Chihuahua Preis

Der Chihuahua ist ein Rassehund und wie jeder Rassehund hat der Chihuahua seinen Preis. Entscheidend für den Preis ist vor allem, ob der Züchter im Zuchtverein eingetragen ist und der Welpe offizielle Zuchtpapiere erhält. In diesem Fall liegen die Welpen preislich im Bereich von 600 bis zu über 1000€. Mit diesen Welpen kann auch hochpreisig weitergezüchtet werden.
Hobbyzuchten geben ihre Welpen meist für um die 500€ ab. “Hobbyzucht” soll dabei keinesfalls abwertend sein und Zuchtverein bedeutet nicht gleich, dass der Welpe gesünder ist oder besser behandelt wurde. Wie oben beschrieben, sollten Sie sich individuell davon überzeugen, ob es sich um einen “guten” Züchter handelt.

Bei Welpenabgabe zu einem Preis unter 300€ sollte man definitiv hellhörig werden, denn dieser Preis deckt kaum die Kosten, die der Welpe beim Züchter verursacht – sofern er anständig versorgt wird(!). Bereits die Vorsorgeuntersuchung kostet ein wenig, eine Geburt mit Komplikationen, zu der mitten in der Nacht ein Tierarzt gerufen werden muss kann über 400€ kosten. Man braucht eine Wurfkiste und ein Welpengehege für die erste Zeit (etwa 50-100€) Die Kosten für Impfungen und Wurmkuren liegen bei 100-150€ pro Hund. Mindestens ein weiteres Mal sollte der Welpe dem Tierarzt vorgeführt werden. Futter, Kauartikel und Spielzeug liegen preislich etwa bei 70€ pro Welpe (bei 3 Monaten Aufzucht). Züchter in Zuchvereinen geben sogar noch ein Vielfaches mehr aus, u.a. für den Deckakt (150-500€), die Papiere und vieles mehr.
Das sind also die Kosten, die ein Welpe dem Züchter verursacht, ein anderer Punkt ist die zeitliche Aufwendung der Welpenaufzucht. Für etwa drei Monate ist der Züchter quasi vollzeitverantwortlich für diese kleinen Wesen, findet kaum Schlaf und kann nur für minimalste Zeit das Haus verlassen.
Sie sehen also: Welpen, die für 300€ oder weniger angeboten werden, können kaum mit der Führsorge aufgezogen worden sein, die sie brauchen – weder finanziell noch emotional.


Rüde oder Hündin?

Chihuahua Welpe: Rüde

Chihuahua-Rüden Welpe

Viele Suchende bevorzugen bei ihrer Auswahl eine Hündin, da sie vermutlich glauben, diese sei anschmiegsamer und habe keine Probleme mit anderen Hunden. Das stimmt aber tatsächlich so nicht. Chihuahua Rüden sind genauso anhäglich und menschenbezogen wie Hündinnen auch. Auch ein typisches Rüdenverhalten, wie man es von anderen Hunden kennt (Kläffen, Markieren in der Wohnung, Angriffsverhalten gegenüber anderen Rüden usw. sind beim Chihuahua höchstens unbewusst anerzogen, aber in diesem Fall keinesfalls geschlechtsspeziefisch. Hündinnen können bei falscher Erziehung ebenfalls genannte negative Verhaltensweisen zeigen. Auch von Seiten anderer Rüden hat der Chihuahua Rüde keine Probleme zu erwarten. Ist er gut erzogen, geht er freundlich auf diese zu und wird von anderen Rüden (vielleicht wegen seiner Größe oder seines guten Geruchs) nicht als Konkurrenz in dem Sinne betrachtet, dass er von anderen Rüden angefallen würde.

Vom Wesen her unterscheidet sich also zwar jeder Welpe, aber nicht weil er männlich oder weiblich ist. Objektive negative Geschlechtsmerkmale sind lediglich, dass die Hündin etwa alle 6-8 Monate läufig wird, alle Rüden sie besteigen wollen und sie Blut in der Wohnung verliert. Für die Blutung gibt es jedoch kleine Schutzhöschen, die mit einer kleinen Slip-Einlage versehen die nötige Reinlichkeit bieten. Der Rüde hingegen sprigt natürlich auf fremde läufige Hündinnen an und es ist gut möglich, dass er nicht mehr auf Sie hört, wenn er erst einmal die Witterung aufgenommen hat. Eine Kastration bietet für beide “Probleme” Abhilfe.